Dienstag, Januar 09, 2018

Der Zeuge - Eine Tribe of Heart Dokumentation

Der Zeuge - Eine Tribe of Heart Dokumentation

 Wie wird ein zäher Bauunternehmer aus Brooklyn zu einem
leidenschaftlichen Anwalt der Tiere? In der preisgekrönten Dokumentation
DER ZEUGE erklärt Eddie Lama, wie er fast sein ganzes Leben lang Tiere
gemieden hat und sich vor ihnen fürchtete, bis zu dem Moment, als die
Zuneigung eines jungen Kätzchens sein Herz öffnete und ihn inspirierte
ausgesetzte Tiere zu retten und seine Botschaft für Mitgefühl auf die
Strassen von New York zu bringen. Mit Humor und Ernsthaftigkeit erzählt
Eddie die Geschichte seiner außergewöhnlichen Bewusstseinswandlung.

Dienstag, Mai 09, 2017

„Fleisch aus der Region" - Das tierquälerische Gesicht hinter dem Werbes...

Personal-Eingang

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Auslöser von Manuela Fresils Dokumentarfilm war ein erschütternder Besuch in einem industriellen Schlachthaus: Hunderte Schweine marschieren Flanke an Flanke auf ihr Ende zu. Aus den Lebewesen werden Produkte, unkenntlich und vakuumverpackt. Die Dokumentation beruht auf Berichten von Angestellten und Einblicken in die alptraumhafte Arbeitsrealität in großen Schlachtfabriken.
Ein erschütternder Besuch in einem modernen Schlachthaus war für die Regisseurin Manuela Frésil der Anstoß, einen Dokumentarfilm über die industrielle Fleischproduktion zu drehen. Zuerst sieht man nur Tiere: Hunderte Schweine reiben sich unter Raumbefeuchtern aneinander, die den Adrenalin- und damit den Stresspegel der Tiere senken sollen. In Gruppen von bis zu 20 Tieren marschieren sie auf ihr Ende zu; wenig später werden ihre leblosen Körper maschinell zerteilt und vakuumverpackt. Erschütternd und doch alltäglich in einem modernen Schlachthaus. Das „Bedienpersonal“ besteht aus Frauen und Männern in Einheitskitteln am Fließband. Sie ähneln einer Armee von weißgekleideten Klonen und erzählen, wie das endlose Töten, Zerlegen, Entbeinen ihren eigenen Körper und ihre Psyche belastet. Sie schildern ihren harten Arbeitsalltag und sprechen vom Alptraum Fabrikarbeit. Ihre Geschichten sind sehr persönlich. Es geht aber nicht nur um das Schlachten an sich, sondern vor allem um unmenschliche und unwürdige Arbeitsbedingungen. Der Film verbindet Aufnahmen von der industriellen Fleischproduktion mit den Aussagen der Schlachthofarbeiter: Auf der einen Seite stehen Bilder von der rational durchorganisierten Fleischfabrik und der reibungslosen Verwandlung der lebenden Tiere in portionsgerechte Konsumgüter, auf der anderen Seite stehen die Aussagen der Arbeiter, die unter dem Prozess des maschinellen Tötens bis in ihren Ruhestand hinein leiden. Der Dokumentarfilm wurde unter anderem 2011 auf dem FIDMarseille mit dem Großen Preis und beim Festival „Filmer le travail“ in Poitiers 2012 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.